GEMEINDEZENTRUM PÖTTSCHING
Das neue Gemeindezentrum in Pöttsching formuliert als zentraler, kommunikativer Ort am Dorfplatz eine zeitgemäße Antwort auf die vielfältigen Raumanforderungen einer modernen Marktgemeinde. Durch den Ersatz des bestehenden Gemeindegasthofs gelingt eine städtebauliche Neuordnung, die sowohl Synergien zwischen Verwaltung, Vereinen und Bürgerschaft bündelt als auch die Lebendigkeit des Dorfkerns nachhaltig stärkt.
Die architektonische Typologie nimmt Bezug auf den traditionellen burgenländischen Streckhof und integriert sich behutsam in die gewachsene Struktur des Ortszentrums. Der U-förmige, teils ein- und teils zweigeschossige Baukörper definiert einen geschützten Innenhof, der als räumliche Erweiterung des Veranstaltungssaals und als qualitätsvoller Aufenthaltsbereich fungiert. Durch die Verschwenkung der Gebäudekanten an der Wiener Neustädter Straße wird die Dynamik des Platzraums aufgenommen und ein einladendes Eingangsvorfeld geschaffen.
Die funktionale Gliederung zeichnet sich durch logische Wegführungen und eine hohe Nutzungsflexibilität aus. Der zum Dorfplatz orientierte Haupteingang erschließt das Gemeindeamt, während ein separater Zugang – intern über eine zentrale Passage vernetzt – den Veranstaltungssaal und das Probelokal des Musikvereins unabhängig erschließt. Im Erdgeschoss gruppieren sich Gemeindeamt, Postamt und der flexible Veranstaltungssaal, welcher mittels mobiler Trennwände auf die jeweiligen Nutzungsbedürfnisse reagiert. Das Obergeschoss, das über Treppen und einen Aufzug barrierefrei erschlossen wird, bietet Raum für den Musikverein sowie weitere Besprechungs- und Büroflächen.
In der Konstruktion steht die Verbindung von Nachhaltigkeit und Funktionalität im Vordergrund. Massivbauweise zur thermischen Speicherung kombiniert sich mit gezielten Holzelementen. Der Niedrigenergiehaus-Standard, ergänzt durch extensive Gründächer zur Verbesserung des Mikroklimas und eine Photovoltaikanlage am Dach, unterstreicht den ökologischen Anspruch des Hauses. Durch die hohe Transparenz und die bewusste Setzung von Blickachsen wird das Gemeindezentrum als offenes, einladendes Haus für alle Generationen lesbar.














